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Bibermanagement

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Biber in Schwaben:

Der Biber ist nach Bayern zurückgekehrt. Nach seiner erfolgreichen Wiederansiedlung am Unteren Inn und an der Donau, die um 1970 mit Genehmigung des Landwirtschaftsministeriums erfolgte, konnte er sich in nur 3 Jahrzehnten sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet weitgehend zurückerobern

Der Donauraum und sein gesamte Einzugsgebiet im nördlichen und mittleren Schwaben ist mittlerweile flächendeckend vom Biber besiedelt. In Schwaben lebt mittlerweile eine Population von etwa 500 Familien, das entspricht etwa 1500 Tieren.

Steckbrief:
Der Biber ist mit einer Körperlänge von bis zu 1 m und einem Gewicht von bis zu 30 kg unser größter heimischer Nager und ein ausschließlicher Pflanzenfresser. Da im Winter die nutzbare Nahrung knapp ist, fällt er mit Hilfe seiner stetig nachwachsenden Schneidezähne Bäume, um die saftige Rinde der Zweige zu nutzen. Ein Biberrevier, das gegen eindringende Artgenossen verteidigt wird, umfasst daher immer auch nutzbare Ufergehölze. Es kann sich daher von wenigen 100 m bis mehrere km Uferlänge erstrecken, je nach Nahrungsangebot.

Der Biber ist ein „Familientier“. Er lebt in Einehe in einer selbst gegrabenen Höhle oder einer kunstvoll aus Zweigen geschichteten „Biberburg“ zusammen mit den Jungtieren aus zwei Jahrgängen. Wenn die nächsten Junge geboren werden (meist 2-3), wird der älteste Geschwisterjahrgang vertrieben. Die zweijährigen Jungbiber machen sich dann auf die Suche nach eigenen Revieren.

Kaum ein Tier kann sich seinen Lebensraum so aktiv gestalten wie der Biber. Durch Dammbauten sichert er sich einen stabilen Wasserstand, der es ihm ermöglicht, schwimmend möglichst dicht an seine Nahrungsquellen zu gelangen. Er fällt Bäume, um die Zweige zu nutzen; so fällt mehr Licht auf den Boden und Gräser und Kräuter wachsen vermehrt, die seine Hauptnahrungsquelle darstellen. Er gräbt Fluchtröhren und Baue in die Gewässerufer, die ihm Schutz vor möglichen Feinden gewähren. Dank dieser Taktik haben ausgewachsene Biber praktisch keine Feinde.

Das Wirken des Bibers hat auch für den Menschen Konsequenzen:

Nutzen:

Durch Grabtätigkeiten: Renaturierung der Gewässer und Strukturanreicherung, die einer vielfältigen Lebensgemeinschaft zugute kommt,

Wasserrückhaltung durch Dammbauten:

Schaden:

Fang:

Probleme bereiten vor allem wandernde Jungbiber. In flächendeckend von Bibern besiedelten Gebieten können sie nur noch in für sie ungeeignete Gewässer, z. B. Entwässerungsgräben, ausweichen und hier große Schäden anrichten. Häufig bleibt hier der Fang als einzige Alternative zur Schadensbegrenzung. Mit der zunehmenden Besiedlung solcher Gewässer sind daher auch die Fangzahlen in Schwaben gestiegen.

Dank des Engagements der hauptamtlichen Biberbetreuer im Bayern konnte ein großer Teil der gefangenen Biber für Wiederansiedlungsprojekte ins Ausland vermittelt werden.

Da der Zugriff auf den nach EU- und Bundesrecht streng geschützten Biber nur unter engen Voraussetzungen möglich ist, wurde ein Management erarbeitet, das Konflikte durch rasche und unbürokratische Hilfe vor Ort lösen soll.

Eckpunkte des Managements:

Mit dieser Vorgehensweise ist ein rasches, abgestimmtes Handeln möglich. Das vorhandene Potential an Fachwissen und Kompetenzen sowie die Instrumentarien zur Problemlösung wie Einsatz der Förderprogramme und Rechtsmittel können so fachlich und zeitlich optimal eingesetzt werden.

Lokale Ansprechpartner bei Biberproblemen:

Für das Landratsamt Aichach-Friedberg:
Herr Käuffer, Tel 08251/92-152

Für das Landratsamt Augsburg: Herr Schmid, Tel 0821/324-228
Herr Biberberater Zöttl: Tel 08295/887

Für das Landratsamt Dillingen:
Frau Vogel, Tel 09071/51-200;
Biberberater im Landkreis Dillingen: Herr Böck, Tel 09072/4207

Für das Landratsamt Donau-Ries:
Roland Scholz, Landratsamt Donau-Ries, Pflegstrasse 2, 86609 Donauwörth,
Tel.: 0906 / 74-122

Für das Landratsamt Günzburg:
Herr Frimmel, Herr Schmid, Tel 08221/95-307

Für das Landratsamt Neu-Ulm:
Herr Michael Angerer, Tel 0731/7040-441
der Biberberater Herr Schlüter, Tel 07303/3284

Für das Landratsamt Ostallgäu:
Herr Holger Voß, Tel 08342/911-362

Die Ansprechpartner beim Landratsamt Unterallgäu sind
Herr Klucker (insb. für fachliche Fragen) Tel. 08261/995-261
Herr Schweiger (insb. für rechtliche Fragen) Tel. 08261/995-257

Weitere Informationen:

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