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"Ammergebirge"

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Sachgebiet 51
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Fronhof 10, 86152 Augsburg

Kennzahl 700.10,
Schutzstellung 19.06.1986 (erstmals 13.8.1926; erneuert 16.8.1963).
Grenzüberschreitend mit dem Regierungsbezirk Oberbayern, Landkreise Ostallgäu und Garmisch-Partenkirchen. Im Regierungsbezirk Schwaben Gemeinden Schwangau und Halblech,
Gesamtfläche: 29.877 ha, davon schwäbischer Anteil 10.387 ha,
Naturraum: 022 (Ammergebirge),
Topographische Karte TK 50 Blätter 8330, 8332, 8530, 8532.

Teilweise flächengleich mit FFH-Gebiet 8431-371 "Ammergebirge"

Entsprechend dem bunten geologischen Aufbau der Ammergauer Berge (Trias, (alpiner Muschelkalk) über die Jura-Schichten bis zur Kreide) große Bestands- und Artenvielfalt.
Im Flyschgebietsanteil ("Hoher Trauchberg") eine der repräsentativsten Hochlagen-Moorlandschaften der gesamten Alpen im hochmontan-subalpinen Höhenstufengradienten. Der natürliche gemischte Buchen-Tannenwald ist hier allerdings durch Nutzungseinfluß meist in einen Fichten-Tannenwald und in höheren Lagen in den Peitschenmoos-Fichtenwald (Bazzanio-Piceetum) übergegangen. Reste naturnaher Waldgesellschaften erhielten sich nur in Schluchten, als Geißbart-Ahorn-Schluchtwald in für Mitteleuropa einzigartiger Qualität. Im Kalkalpin große Bestandsvielfalt: Naturnahe montane Fichten-Tannen-Buchen-Bergwälder herrschen vor, in Schluchten Sanikel-Grauerlenwald (ein Vorwaldstadium des Buchen-Tannenwaldes auf jungen Rutsch- oder Abbruchflächen, entwickelt aus der Huflattichflur). Auf Schatthängen mit hoher Luftfeuchtigkeit und längerer Schneebedeckung zwischen 1200 und 1400 m NN tritt der Ahorn-Buchenwald (Aceri-Fagetum) als Schlußwald auf.
Ansatzweise auch alpine Schutt- und Felsflora: Polsterseggenrasen, Blaugras-Horstseggenrasen, Rostseggenrasen, Felsspalten-, Schneeboden- und Schuttvegetation. Bemerkenswert sind die Reste der Wildflußaue des oberen Halblechs mit Grauerlenaue, Davallseggenriedern, Sickerfluren.
Das Gebiet ist Rückzugsraum zahlreicher seltener spezialisierter und bedrohter Arten und Lebensgemeinschaften.

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