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Schutzgebiete

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Sachgebiet 51
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Fronhof 10, 86152 Augsburg

Die flächenbezogene und differenzierte Unterschutzstellung ist eines der wichtigsten Instrumente des Naturschutzes und der Landschaftspflege zur Erhaltung der biologischen Vielfalt. In den Schutzgebieten soll dem Natur- und Landschaftsschutz auf besonders ausgewiesenen Flächen Vorrang vor anderen Nutzungsarten gewährt werden, um die heimische Pflanzen- und Tierwelt und ihre Lebensräume langfristig zu sichern. Schutzgebiete sind auch wichtige Instrumente zur Umsetzung nationaler Verpflichtungen. Sie werden durch Rechtsverordnung festgesetzt gem. Art. 7-12 Bayer. Naturschutzgesetz (BayNatSchG).

1. Naturschutzgebiete Art. 7 Bayer. Naturschutzgesetz)
sind die stärkste Kategorie des Naturschutzgesetzes. Sie dienen insbesondere der Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung von Lebensräumen und der darin lebenden Tier- und Pflanzenarten. In ihnen ist jede Zerstörung, Veränderung oder Beeinträchtigung untersagt. Nutzungen sind nur soweit zulässig, wie sie dem Schutzzweck nicht entgegenstehen.
Die 57 Naturschutzgebiete Schwabens konzentrieren sich aufgrund der Naturraumausstattung auf die Alpen und das Alpenvorland, die Auen von Iller, Lech und Donau.
Zuständig: Regierungen: Zahl in Schwaben 58

2. Nationalparke (Art. 8 Bayer. Naturschutzgesetz)
sind großräumige Landschaften nationaler Bedeutung, die sich in einem überwiegenden Teil ihres Gebietes in einem vom Menschen nicht oder wenig beeinflussten Zustand befinden.
Sie dienen vornehmlich der Erhaltung und wissenschaftlichen Beobachtung natürlicher Lebensgemeinschaften;
Größe Mindestens 100 km².
Zuständig: Staatsregierung; kein Nationalpark in Schwaben

3. Naturdenkmäler (Art. 9 Bayer. Naturschutzgesetz)
Besonders eindrucksvolle Naturobjekte wie Wasserfälle, Quellen, Felsformationen, Höhlen, oder alte landschaftsprägende Bäume können als Naturdenkmal festgesetzt werden.
Zuständig: Untere Naturschutzbehörde
Zahlreiche in Schwaben

4. Landschaftsschutzgebieten (LSG) (Art. 10 Bayer. Naturschutzgebiet)
obliegt die Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes. In der Regel handelt es sich um großflächige Gebiete, die eine besondere Bedeutung für die Erholung des Menschen haben.
Zuständig: Landkreise / kreisfreie Städte und Bezirk; In Schwaben 115 LSGe

5. Landschaftsbestandteile und Grünbestände (Art. 12 Bayer. Naturschutzgesetz)
Kleinere, meist landschaftlich reizvolle Landschaftsteile, die für den Naturhaushalt (Biotopverbund) wertvoll sind, können so geschützt werden.
Zuständig: Untere Naturschutzbehörde;
Zahlreiche in Schwaben

LSG in den Landkreisen/Städten Anzahl
Ostallgäu 24
Oberallgäu 25
Neu-Ulm 9
Unterallgäu 8 außerh. Naturpark
Lindau (Bodensee) 5
Memmingen 2
Kempten (Allgäu) 4
Augsburg 6 außerh. Naturpark
Kaufbeuren 1
Stadt Augsburg 5 außerh. Naturpark
Günzburg 10 außerh. Naturpark
Donau-Ries 22 außerh. Naturpark
Dillingen a.d. Donau 17 außerh. Naturpark
Aichach-Friedberg 11

13 große LSG sind landkreisübergreifend, v.a. das LSG des Naturparks Augsburg-Westl. Wälder (665 km²) und die „Schutzzone“ des NP Altmühltal/Südl. Frankenalb (im Lkr. Donau-Ries).

6. Naturparke (NP) (Art. 11 Bayer. Naturschutzgesetz)
sind großräumige Kulturlandschaften, in denen der Schutz und die Erhaltung der Biotop- und Artenvielfalt mit den Belangen der Erholungssuchenden im Einklang steht.
Zu Erhalt und Entwicklung dieser charakteristischen Kulturlandschaften ist neben einem naturverträglichen Tourismus auch eine dauerhaft umweltverträgliche Land- und Forstwirtschaft erforderlich. Innerhalb eines Naturparkes sind mindestens die Hälfte der Gesamtfläche als Landschaftsschutzgebiete oder Naturschutzgebiete festgesetzt.
Zuständig: Landkreise oder Bezirk Schwaben: 2 in Schwaben:
- Naturpark Augsburg Westliche Wälder
- Naturpark Altmühltal (nur Teil in Schwaben)

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