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7. Integrationspreis der Regierung von Schwaben

4. November 2014

Einladung zur Preisverleihung am 10.11.2014

Im Rahmen des von der Bayerischen Staatsregierung am 10. Juni 2008 beschlossenen Programms „Aktion Integration“ wird die Regierung von Schwaben auch in diesem Jahr Integrationspreise vergeben, um gelungene Beispiele für erfolgreiche Arbeit auf dem Gebiet der Integration von Migrantinnen und Migranten in unsere Gesellschaft zu würdigen. Erstmalig in diesem Jahr soll auch das ehrenamtliche Engagement bei der Betreuung von Asylbewerbern gewürdigt werden.

Das Preisgeld von insgesamt 5.000 Euro wird vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration zur Verfügung gestellt.

Bayerns Integrationsministerin Emilia Müller und Regierungspräsident Karl Michael Scheufele werden am

Montag, 10.11.2014, um 15:00 Uhr,
im Rokokosaal der Regierung von Schwaben,
Fronhof 10, Augsburg,

die Preise verleihen. Für 2014 wurden fünf Preisträger ausgewählt, die jeweils 1.000 Euro Preisgeld erhalten.

1. „Kinderzirkus MiMa“ in Leipheim

Dieses Projekt wurde 2009 vom Diakonischen Werk ins Leben gerufen. Federführend ist das Mehrgenerationenhaus in Leipheim. Zielgruppe des (Mitmach-) Zirkus sind Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 14 Jahren sowie unterschiedlicher Nationalität aus dem Landkreis Günzburg. Ihnen soll eine abwechslungsreiche und nicht alltägliche Freizeitbeschäftigung angeboten werden, bei der sie alle gängigen Zirkustechniken wie Einrad fahren, Jonglieren, akrobatische Einlagen und Clown-Nummern erlernen können. Öffentliche Auftritte, wie z.B. beim Fest der Kulturen stärken das Selbstvertrauen dieser Kinder. Im Sinne des Mehrgenerationenhaus-Gedankens spielt auch die Begegnung zwischen Jung und Alt eine wichtige Rolle.

2. „Stadtverband Augsburg der Kleingärtner e.V.“

Jede Kultur produziert ihre eigene Gartenkultur. In deutschen Kleingärtenanlagen setzen auch Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund Akzente bei Anlage und Gestaltung der einzelnen Parzellen und sorgen damit für Abwechslung und Vielfalt. Diese Anlagen sind heute auch optischer Spiegel einer modernen Stadtgesellschaft. Die Kleingärtnerbewegung ist offen für Mitglieder aus allen Kulturkreisen und leistet damit einen wichtigen Beitrag für gelingende Integration.

3. „Begegnungswerkstatt Kaufbeuren“ (Träger: Stadtjugendring)

Das Projekt „Begegnungswerkstatt Kaufbeuren“ richtet sich an junge Migrantinnen und Migranten sowie Jugendliche aus Kaufbeuren und engagierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt. In den Räumlichkeiten des Stadtjugendzentrums werden jungen Migranten gezielt Möglichkeiten geboten, sich zwanglos mit anderen Jugendlichen auszutauschen. Den Rahmen des Projekts bieten unterschiedliche Veranstaltungen, der Betrieb einer Cafeteria, Holz- und Töpferwerkstatt, Spiele, Workshops usw.

Durch den Umgang mit Gleichaltrigen erhalten junge Menschen aus anderen Ländern die Chance in ihrer neuen Umgebung anzukommen und Anschluss zu finden. Im Wege der gemeinsamen Freizeitgestaltung verbessern sie ihre Sprachkenntnisse und lernen auch den Alltag Kaufbeurer Jugendlicher kennen. Auf Wunsch werden auch Kontakte zu Vereinen und Verbänden hergestellt und begleitet. Die einheimischen Jugendlichen lernen bei dieser Gelegenheit den respektvollen und toleranten Umgang mit Menschen aus anderen Kulturkreisen.

4. „Arbeit von Ehrenamtlichen in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Kempten“

In der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Kempten wird unter dem Dach des Diakonischen Werkes seit vielen Jahren ehrenamtliche Integrationsarbeit geleistet. Es finden Deutschkurse, Nachhilfestunden, Kommunikationstrainings und Diskussionsrunden zu aktuellen Tagesthemen statt. Außerdem gibt es Kinderbetreuung, Ausflüge und Kinobesuche.
Im Wege der Übernahme von Patenschaften kümmern sich ehrenamtliche Helfer auch gezielt um Einzelpersonen, speziell auch um Kinder, mit erhöhtem Integrationsbedarf.

5. „Asylkreis Affing-Anwalting“

Auch der Asylkreis Affing-Anwalting unterstützt mit ehrenamtlichen Helfern Asylbewerber in vielfacher Art und Weise. Die Bandbreite dabei reicht von Fahrdiensten, Hausaufgabenhilfe, Deutschkursen, Begleitung zu Behördengängen, Arztbesuchen, Workshops, bis hin zur Organisation der Freizeitgestaltung. Ehrenamtlich organisierte Helferkreise leisten einen unschätzbaren Beitrag zur Betreuung von Flüchtlingen, die in kleineren Orten mit wenigen Einkaufsmöglichkeiten oder eingeschränktem Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr leben.

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