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Geschichte des Regierungsgebäudes

Bild: Eingangsportal auf der Ostseite der Regierung von Schwaben
Eingangsportal auf der Ostseite

Die Regierung von Schwaben ist seit 1817 in den ehemaligen Residenzbauten der Fürstbischöfe von Augsburg beim Dom untergebracht. Der Hauptbau der Residenz mit dem schönen Eingangsportal auf der Ostseite bestand ursprünglich aus drei aneinandergereihten Häusern und war bereits vor 1680 unter Bischof Johann Christoph von Freiberg zu einem einheitlichen Herrschaftsbau zusammengefasst worden. Der von Säulen getragene Balkon über dem Durchgang wurde erst zwischen 1784 und 1789 hinzugefügt als Erinnerung an den Besuch des Papstes Pius VI., der 1782 hier Gast gewesen war.

Bild: Prunkaufgang der Regierung von Schwaben
Prunkaufgang

Aus der Regierungszeit des Fürstbischofs Josef Landgraf von Hessen-Darmstadt (1740 - 1768) ist ein repräsentatives Treppenhaus - der sogenannte "Prunkaufgang" - und das ehemalige Tafelzimmer der fürstbischöflichen Residenz im Rokokodekor erhalten.

Das Treppenhaus hat der Direktor der Reichstädtischen Kunstakademie zu Augsburg, Johann Georg Bergmüller (1688 - 1762) 1752 freskiert: Die Ausmalung zeigt in personifizierter Form an den Seitenwänden u.a. die drei Hauptflüsse des Bistums Augsburg - Donau, Lech und Wertach - und in den Eckspiegeln die vier Kardinaltugenden - Prudentia (Klugheit), Justizia (Gerechtigkeit), Fortitudo (Tapferkeit) und Temperantia (Mäßigung). Über allem wacht an der Decke die "Providentia Divina", die göttliche Vorsehung.

Bild: Rokokosaal der Regierung von Schwaben
Rokokosaal

Den im 2. Weltkrieg beschädigten Rokokosaal schmücken in der Wandvertäfelung acht Ölgemälde, die zeitgenössische fürstliche Personen darstellen, u.a. das damalige Kaiserpaar Franz I. und Maria Theresia. An der Stelle dieses Saales befand sich im Vorgängerbau der Raum des Domkapitels, in dem am 25. Juni 1530 die CONFESSIO AUGUSTANA, das "Augsburgische Bekenntnis" der lutherischen Protestanten verkündet worden war.

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